
- Teeplantage - Pixelio
In Südostasien sowie Mittel- und Südamerika sind die Teesträucher zu Hause. Sie sind eine große Pflanzenfamilie mit über 30 Gattungen und etwa 110 Arten, die vornehmlich strauchförmig im Unterholz tropischer und subtropischer Gebirgswälder wachsen. Der vermutlich aus Assam in Nordindien stammende Teestrauch Camellia sinensis liefert den schwarzen und den grünen Tee. Es gibt hauptsächlich zwei Sorten, die angebaut werden. Das ist einmal der Assamtee und dann der Chinesische Tee. Man sagt, der Teestrauch kam bereits 2700 Jahr vor Christi nach China und wurde ursprünglich als Heilkraut verwendet. Er wurde zum Nationalgetränk, als man die anregende Wirkung des Aufgusses aus getrockneten Teeblättern entdeckte. Etwa 1000 Jahre nach Christi verbreitete er sich nach Japan und wurde auch dort zum beliebtesten Getränk. Nach Europa und hier vor allem nach England kam der Tee erst im 16. Jahrhundert und er erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Anfänglich glaubte man im Abendland das grüner - nicht fermentierter - und schwarzer Tee von zwei verschiedenen Pflanzen geerntet werden. Aber der wirkliche Unterschied liegt in der Verarbeitung.
Schwarzer Tee
Nach der Ernte der Blätter und zur Zubereitung des Schwarztees werden die Teeblätter zunächst angetrocknet, bis sie weich und biegsam geworden sind. Danach werden sie gerollt, wobei die Blattfasern teilweise zerstört werden, damit ein Teil der Fermente, die Enzyme austreten. Das ist wichtig für das Aroma und die Farbe des schwarzen Tees. Nun werden die Teeblätter mit heißer Luft getrocknet und gut sortiert. Als besonders wertvoll gelten die Blattknospen die Flowery Orange Pekoe genannt werden. Der Tee aus diesen Blattknospen und den obersten Blättern heißt Orange Pekoe. Pekoe ist der Tee aus den unteren Blättern. Tee aus Teeblättern, die beim Rollen gebrochen wurden, nennt man Broken Orange oder Broken Pekoe. Im schwarzen Tee sind neben den Gerb- und Aromastoffen das Coffein sowie Theophiylin und Theobromin enthalten. Diese bewirken seine anregende Wirkung und den angenehmen Geschmack.
Grüner Tee
Den grünen Tee gab es schon vor dem schwarzen Tee. Er ist das beliebteste Getränk in Japan und China. Nachgesagt wird ihm, dass er die Lebenserwartung erhöhen und vorbeugend gegen Krebserkrankungen sein soll. Bei der Zubereitung werden die Teeblätter in einer Maschine gedämpft, danach wieder abgekühlt und mehrmals gerollt und getrocknet. Im grünen Tee befinden sich etwa dreihundert verschiedene Inhaltsstoffe sowie Gerbstoffe, Vitamine und Spurenelemente, die für die Entschlackung, Entgiftung und Entwässerung gut sind. Sie verbessern den Cholesterinspiegel und schützen vor Arterienverkalkung, haben entzündungshemmende sowie antirheumatische Eigenschaften und verhindern Nieren- oder Gallensteine. Auch für die Schönheit ist der Grüntee gut, denn er fördert die Hautdurchblutung und Zellerneuerung.
Grüner Tee ist reicher an Koffein als der schwarze Tee. Beide sind sich in der Wirkung ähnlich. Sie sind sehr wohltuende und anregende Getränke, die unsere Fantasie beflügeln. Jedoch Wunderheilung kann man nicht erwarten.
