Christstollen und Plätzchen selber gebacken

typische traditionelle Backrezepte

Christstollen - Pixelio
Christstollen - Pixelio
Wenn die Abende länger werden und es auf Weihnachten zugeht, ist das Backen von Plätzchen eine beliebte Beschäftigung für Alt und Jung. Hier einige traditionelle Rezepte.

Zu den schönsten Beschäftigungen in der Vorweihnachtszeit gehört das Backen. Es duftet in der Backstube oder Küche nach kostbaren Gewürzen und anderen guten Zutaten wie Marzipan, Honig, Mandeln, Nüssen und Vanille und Zimt. Daraus entstehen köstliche Backwerke die sich großer Beliebtheit erfreuen. Das sind zum einen die leckeren Christstollen, wohlschmeckende Plätzchen, Leb- oder Pfefferkuchen, Spekulatius, Brezeln und die Honigkuchen.

Eine uralte Tradition hat die Rezeptur des Christstollens, der erstmals 1329 in eine Lizenz des Naumburger Bischofs an die Bäcker Erwähnung fand und ein Abbild des Jesuskindes darstellen sollte, das in ein schneeweißes Tuch eingewickelt ist. Am berühmtesten sind die sächsischen Christstollen und hier vor allem die aus dem Erzgebirge.

Rezept für zwei Christstollen

Zutaten:

1 Kg Mehl,

400 g Butter

150 g Zucker

80 g Hefe

drei Eigelb

250 g Rosinen

100 g Zitronat, 100 g Orangeat

1 Schnapsglas Orangenlikör

250 ml Milch

1 Prise Salz

2 Tropen Bittermandelaroma

etwas abgeriebene Zitronen- und Orangenschale

1 halber Tl gemahlener Kardamom

Vanillemark von einer Schote

Puderzucker

Zubereitung der Christstollen

Rosinen, Zitronat und Orangeat zuerst mischen und mit dem Orangenlikör etwa eine Stunde marinieren.

Die leicht erwärmte Milch mit der Hefe, etwas Zucker und wenig Mehl verrühren. Nun das restliche Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte ein Mulde drücken und den Teig hinein geben, leicht mir Mehl bestäuben und eine kleine Prise Salz, die weiche Butter und den übrigen Zucker auf dem Mehlrand verteilen. Alles gut verrühren und zugedeckt etwa 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Jetzt die restliche Milch, Eigelbe, Bittermandelaroma, Zitronen- und Orangenschale und die Gewürze zugeben und alles kräftig zu einem glatten Teig kneten Den Teig mit Mehl bestäuben und nochmals eine halbe bis eine Stunde ruhen lassen. Anschließen den Teig flachdrücken und darauf die Mandeln, Rosinen, Zitronat und Orangeat verteilen.

Die Teigseiten zur Mitte einschlagen und nun den Teig so lange bearbeiten, bis sich die Zutaten gleichmäßig verteilt haben. Den abgedeckten Teig nun wieder dreißig Minuten gehen lassen. Ist der Teig zur doppelten Menge aufgegangen, den Teig halbieren und aus jeder Hälfte eine Rolle formen. Mit dem Rollholz ausrollen und die zwei Seiten übereinander schlagen und andrücken. Die Stollen auf die Backbleche legen und nochmals dreißig Minuten gehen lassen.

Im vorgewärmten Backofen bei hunderfünfzig Grad etwas vierzig bis fünfzig Minuten backen. Die fertig gebackenen noch warmen Stollen mit Butter bestreichen und dick den Puderzucker darüber sieben. Nach dem erkalten die Stollen in Folie wickeln und alles an einem kühlen Ort mindestens 14 Tage gut durchziehen lassen.

Lebkuchen und Pfefferkuchen

Lebkuchen oder Pfefferkuchen sind eine besonders gewürzte Art des Honigkuchens. Hier wurde in alter Zeit Honig mit dunklem Mehl vermischt und dann mit Kardamom, Nelken, Zimt und Muskat gewürzt. Diese Gewürzmischung stammte ursprünglich aus Indien und wurde damals „Pfeffer“ genannt. Die Pfefferkuchenteige müssen gehen und ruhen manchmal bis zu einem Jahr beim Bäcker. Aber man kann den Teig auch gut selber zu Hause herstellen und ihn vor dem Backen einige Tage kühl gestellt ruhen lassen.

Rezept für einen Pfefferkuchen-Knetteig

Zutaten:

650 Gramm Mehl

Pfefferkuchengewürzmischung

eine Prise Salz

1 Ei

10 g Hirschhornsalz und 5 Gramm Pottasche

1/8 Liter Wasser

250 g Honig

250 g Zucker

60 g Butter oder andere Fettigkeiten,

60 g Kakao

50 g geriebene bittere Mandeln

50 g Zitronat

Zubereitung von Pfefferkuchen

Den Honig, den Zucker und die Butter etwas erhitzen und wieder abkühlen lassen. Alles schaumig rühren. Nun das gesiebte Mehl den Kakao und das Pfefferkuchengewürz, Salz, Ei und die Treibmittel (Hirschhornsalz und Pottasche - bitte getrennt in wenig Wasser auflösen) und langsam zugeben. Zuletzt Mandeln und das Zitronat zugeben und alles gut kneten.

Die Pfefferkuchen sollten immer gut durch gebacken werden, jedoch nicht zu lange, da sie sonst an Geschmack verlieren können.

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