
- Salbei - Pixelio
Salbei, dessen Name von salvare - heilen - abgeleitet ist, ist schon seit mehreren tausend Jahren als Heilpflanze bekannt. Er zeichnet sich besonders durch seine entzündungshemmende Wirkung aus. Seine Anwendung im häuslichen Bereich erfolgt meist bei Erkältungskrankheiten und zur Stärkung der Abwehrkraft gegen Infekte bei Kindern. Durch die Wirkung des ätherischen Öls und der Carnosolsäure, denen auch krampflösende Eigenschaften zugeschrieben werden, kann er gut als Tee bei entzündlichen Magen-Darmerkrankungen eingesetzt werden. Ebenso hilft er bei übermäßigem Schwitzen in den Wechseljahren. Als natürliches Mittel wird Salbei auch beim Abstillen empfohlen, da er hemmend auf die Milchbildung wirkt. Äußerlich wirkt er Erkrankungen des Zahnfleisches, der Mundschleimhaut und des Rachens entgegen. Hier wird er vor allem zum Gurgeln verwendet.
Salbeitee
Einen gehäuften Teelöffel getrocknete Salbeiblätter mit einem viertel Liter siedendem Wasser übergießen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Anschließen durch ein Sieb abgießen. Bei Bedarf täglich zwei bis drei Tassen Tee über den Tag verteilt trinken.
Salbeibäder
Salbeibäder können gut bei übermäßigem Schwitzen oder als Teilbad bei Hand- und Fußschweiß angewendet werden. Dazu setzt man hundert Gramm getrocknete Salbeiblätter mit zwei Liter kaltem Wasser an und erhitzt alles ganz langsam bis zum Siedepunkt. Nun lässt man den Sud zehn Minuten ziehen, presst das Kräuterextrakt aus und gibt es dem Badewasser zu. Die empfohlene Badetemperatur ist 37 bis 38 Grad und die Badedauer sollte zehn bis fünfzehn Minuten nicht übersteigen.
Neben der Anwendung als Heilpflanze lassen sich aber auch viele leckere Gerichte mit Salbei zubereiten.
Salbeitomaten
Hierzu nimmt man frische Salbeiblätter, etwa zwei Hände voll, und wäscht diese. Eine Zwiebel wird in etwas Butter angedünstet und die Salbeiblätter sowie Salz und Pfeffer hinzu gegeben. Alles wird so lange gedünstet, bis die Blätter bräunlich angeröstet sind. Die Tomaten werden in der Zwischenzeit kreuzweise eingeschnitten und ganz in eine Form geschichtet. Etwas Salz wird darüber gestreut und das Ganze im Backofen bei zweihundert Grad geschmort. Sind die Tomaten weich geworden, gibt man die Salbeiblätter über die Tomaten und gart diese anschließend zehn bis fünfzehn Minuten in der Röhre bei 100 Grad weiter. Jetzt ist das Gericht fertig. Es ist als Zwischenmahlzeit gedacht, jedoch mit Reis oder Kartoffeln ist es ein vollwertiges und leckeres Hauptgericht.
Salbei-Ofenkartoffeln
Es werden hierzu kleine Kartoffeln gewaschen und geviertelt, das Schälen ist nicht unbedingt erforderlich. Diese werden in eine Auflaufform gegeben oder auf das Backblech geschichtet und Olivenöl sowie Knoblauchpfeffer darüber gegeben. Die Garzeit für rohe Kartoffeln beträgt bei 180 Grad im Backofen etwa fünfundvierzig Minuten. Für gekochte Kartoffeln benötigt man nur fünfundzwanzig Minuten. In der Zwischenzeit wird der Salbei zubereitet, die Stängel entfernt und die Blätter mit Butter und Salz in eine Pfanne angedünstet. Sind die Salbeiblätter knusprig geworden, werden diese über den Ofenkartoffeln verteilt und noch kurz in der Röhre bei niedriger Temperatur belassen.
Salbeibutter
Benötigt werden ein Stück weiche Butter und etwa zehn kleine Salbeiblätter. Nach dem Waschen zerteilt man sie in ganz kleine Stückchen. Der gehackte Salbei wird in die Butter gegeben und Salz hinzugefügt. Am besten lässt sich die Masse mit einer Gabel vermengen. Die Butter jetzt noch schnell in eine Form gefüllt und zehn Minuten in den Kühlschrank gestellt. Salbeibutter eignet sich sehr gut zu Fleisch- oder Kartoffelgerichten, aber auch auf frischem Brot ist sie sehr wohlschmeckend.
